Davon, welches Englisch ich eigentlich lerne ;)
Im Duty-free-Magazin an Bord fiel mir ein «Armband mit heilenden Eigenschaften»® auf, empfohlen für alle außer Passagiere mit pacemakers. Das Wort war unbekannt, aber ich dachte, es geht um Herzschrittmacher. Dann schaute ich im Wörterbuch nach, dass pace Schrittlänge oder Gehgeschwindigkeit bedeutet. Sofort wurde ich neugierig auf das ähnlich klingende peacemaker. Natürlich ist das ein Friedensstifter, aber auch ein Revolver (scherzh.) und sogar ein Maschinengewehr.
Etwas später, im Heck des Flugzeugs, gelangweilt in der Schlange zum Klo (wir sind ja auf einem Schiff!), las ich auf einem der vielen ausziehbaren Kästen das unverständliche holloware. Ein holographischer Projektor? Das Wörterbuch kapitulierte zunächst vor dem Wörtchen. Selbst die Wurzel ließ sich nur zweifelhaft errechnen. Hollo ist irgendein Ausruf oder Zuruf. Und Hologramm schreibt man, wie sich zeigt, mit einem «L».
Dann kam ich auf die andere Schreibweise — hollowware — und alles klärte sich. So nennt man tiefes Geschirr (Töpfe, Schüsseln usw.). Und die Wurzel saß sofort: hollow — Höhle, Vertiefung, Mulde.
Was könnte man noch übersetzen? Zum Beispiel: wie heißt «Rotz» auf Englisch? Sniffles. Seltsam, aber dieses Wort scheint mir früher nicht begegnet zu sein. Endlich bin ich auf der Toilette durchgekommen und kann, allein gelassen, den Kampf mit, pardon, Popeln aufnehmen — snots. Aus Trägheit schaue ich nach, wie man «sich schnäuzen» sagt — blow your nose. Endlich ein bekanntes Wort! Jetzt kann ich guten Gewissens zum Sitz zurück und schlafen. Bis zum Ziel sind es noch drei lange Stunden.
